Aufgeschreckt durch die vielen Beiträge in diversen Blogs habe auch ich mich heute mit “twitter.com” näher beschäftigt. Da „twitter“ ins Deutsche übersetzt „Geschnatter“ heißt, denkt man zunächst an ein neuzeitliches Netzwerk speziell für Frauen oder entsprechendes Federvieh. Weit gefehlt, handelt es sich doch vielmehr um die geschlechtsübergreifende, aber wenig tierische Möglichkeit, auf unterschiedliche Weise (Website, Handy, Instant Messaging oder mittels Software) kleine Mitteilungen mit maximal 140 Zeichen für ausgewählte Personen (Freunde) oder als „Public Viewing“ für den ganzen Erdkreis zu platzieren. Ergänzt bzw. abgerundet wird das Angebot mit weiteren Features wie eigener RSS-Feed, Profilseite nebst Text mit Avatar und Favoritenliste.
Natürlich kann dieser „Dienst“ auch anders definiert werden und so schreibt Johnny von spreeblick.com weiterlesen…
Geschrieben in Allgemeines, Gesundes am 6. Dezember 2006 Kommentar »
Stell Dir bitte vor, Du gehst Schuhe kaufen und egal in welches Schuhgeschäft in Deiner Umgebung Du auch kommst, man kennt Dich! Wie? Ja, Marfan macht es möglich! Du bist nämlich der (oder noch schwieriger die) große Schlanke mit der Größe XXXXL und den sehr schmalen Füßen – das fällt nicht nur den Verkäuferinnen auf.
Auch beim Kleidungskauf ist es nicht viel anders – XXL auf dem T-Shirt mag ja von der Länge passen, doch dafür passen vom Umfang mindestens zwei Oberkörper hinein. Nicht immer ist der Schlapperlook zeitgemäß oder gewünscht.
Der erhöhte Schwierigkeitsgrad beim Kleidungs- und Schuhkauf ist eher eine harmlose Randerscheinung einer oftmals von Ärzten unentdeckten, lebensbedrohenden Erkrankung. Bei dem Marfan-Syndrom weiterlesen…
Geschrieben in Privates, Unterhaltsames am 27. November 2006 Kommentar »
Ein Besuch im Kino kann besonders dann eine gute Alternative darstellen, wenn man einer Einladung von Freunden zum ach so gemütlichen abendlichen Besäufnis Beisammensein begründet entfliehen will.
So geschehen am letzten Freitag, als sich meine Frau und ich nach langer Zeit mal wieder aufmachten, um nicht etwa den tags zuvor angelaufenen neuen “James Bond – Casino Royale” sondern “Wo ist Fred?” anzuschauen. Bei “Wo ist Fred?” handelt es sich um eine hochkarätig mit deutschen Schauspielern besetzte 110 minütige Slapstickkomödie die den Zuschauer grenzüberschreitend ins Behindertenmilieu führt. Eine grotesk lustige Geschichte in der Til Schweiger den Polier Fred spielt, welcher das Herz seiner liebsten Mara (Anja Kling) endgültig erobern möchte. Dies ist nur möglich, indem er auch die Sympathien ihres Sohnes Linus gewinnt. Sehr schwierig, da es sich bei dem kleinen um ein antiautoritär verzogenes und degeneriert fettes Kind handelt, welches Fred nur akzeptieren will, weiterlesen…
Geschrieben in Krankes, Mediales am 17. November 2006 2 Kommentare »
Foto: © Nathalie Pecqueur – FOTOLIA
Das für seine stets „fehlerfreie“ Berichterstattung „berüchtigte“ Online-Portal der größten deutschen Boulevardzeitung startete am vergangenen Montag (13.11.2006) eine Kampagne gegen das Internet-Lexikon „Wikipedia“ mit der Überschrift „Wiki-Fehlia – So zuverlässig ist Deutschlands beliebtestes Internet-Lexikon“. Da Bild.de mit diesem Beitrag natürlich nicht unbedingt die Zuverlässigkeit von „Wikipedia“ dokumentieren wollte, wurden entsprechend vermeintliche Fehler in verschiedenen Einträgen gefunden und aufgelistet. Die ganze Story wurde dann noch in guter alter „Leserreporter“-Tradition mit einem Aufruf an die Bürger verknüpft, weitere Fehler zu finden und diese der „Bild.de“-Redaktion zu melden.
Da man bekanntlich immer nur so hoch scheißen sollte wie der eigene Arsch reicht, wurden die von „Bild.de“ entdeckten Fehlerquellen schon am nächsten Tag (14.11.2006) von XSized weiterlesen…
Geschrieben in Deutsches, Privates am 9. November 2006 2 Kommentare »
Nun ist es auf den Tag genau 17 Jahre her, dass die Berliner Mauer das Zeitliche gesegnet hat. Dabei fing damals dieser Tag völlig unspektakulär an und keiner konnte auch nur im Ansatz ahnen, dass Geschichtsbücher in Zukunft darüber berichten werden. Denn es war wie immer in Berlin (West). Man ging zur Arbeit oder studierte in einer Millionenstadt mit Provinzcharakter. Die Mauer selbst begegnete einem nur bei den sonntäglichen Familienausflügen in der Form, dass jede längere Tour zwangsläufig mit dem Anblick der Mauer am Stadtrand endete. Oder vor der Fahrt in den Urlaub nach Westdeutschland beim passieren der gigantisch gesicherten Kontrollstellen und den unnahbar wirkenden „Vopos“ und Grenztruppen der DDR.
Für mich ein Stück weit Normalität, da 1966 geboren und mit der Teilung der Stadt aufgewachsen. Trotzdem fühlte ich als (West-)Berliner immer eine nicht erklärliche Verbundenheit mit den Menschen in der DDR. Und dies trotz der Tatsache, dass meine Familie keine Verwandtschaft in der Ostzone weiterlesen…
Foto: © Fotoplaner – FOTOLIA
Gut 61 Jahre nach Kriegsende steht der „deutsche Landser“ wieder im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Wird doch der Feldzug Einsatz in Afghanistan derzeit von Enthüllungen überschattet, welche an Scheußlichkeit nicht zu überbieten sind.
Wir alle kennen mittlerweile aus diversen „Wochenschauen“ die Fotos von Bundeswehrsoldaten, die sich und ihre Geländewagen mit Totenschädeln schmücken und dabei noch heroisch in die neuzeitliche Digitalkamera lächeln.
Besonders Fotos, auf denen ein stehender deutscher Soldat mit hochgekrempelten Ärmeln einen auf dem linken Oberarm liegenden Totenschädel küsst und ein anderer einen solchen als Kühlerfigur missbraucht, sind nicht nur unerträglich, sondern zeigen leider eindrucksvoll, weiterlesen…
Geschrieben in Allgemeines, Mediales am 19. Oktober 2006 3 Kommentare »
Foto: © dolgachov – FOTOLIA
Verirrt man sich als interessiert aufgeschlossener Blogger, wenn auch zugegeben eher selten, auf die Webseite von “fettisch.de” darf man “radikalsatirische” Beiträge gepaart mit entsprechenden Fotomontagen bewundern, welche sich meist mit Personen beschäftigen, die im Fokus der Öffentlichkeit stehen oder standen. Oftmals allerdings stellt man sich als Leser schon nach kurzer Zeit die Frage, ob unter dem Deckmantel von Satire, Parodie und Polemik alles möglich sein kann und darf. So glaubt der Autor mit einem ans Kreuz montierten Michel Friedman unter der Überschrift “INRI Koks-König der Juden” glänzen zu können, ohne dabei auch nur im Ansatz an mögliche Verletzungen der Persönlichkeitsrechte zu denken. Geschmacklos ist es ohnehin.
Als ich nun heute mal wieder schauen wollte, welche neue Unmöglichkeiten sich auf der Webseite präsentieren, konnte ich folgende Textpassage, weiterlesen…
Foto: © Dennis Cox – FOTOLIA
Derzeit tobt eine politisch-mediale Debatte über Armut und Unterschicht durch unser Land. Ausgelöst wurde diese Diskussion durch Äußerungen des SPD-Parteivorsitzenden Kurt Beck. Hatte sich dieser doch vor gut einer Woche gegenüber der Allgemeinen Frankfurter Sonntagszeitung besorgt über eine zunehmende Unterschichten-Problematik in unserer Gesellschaft geäußert. Wie erst jetzt bekannt wurde, stützen sich seine Aussagen wohl auf eine von der SPD nahen Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegebenen Studie, wonach rund 6,5 Millionen Menschen in Deutschland, also 8 Prozent der Gesamtbevölkerung, einer solchen Unterschicht angehören sollen. Erstmal schwer nachzuvollziehen, warum eine solche Studie jetzt mit Armut und Unterschicht verknüpft wird. Zumal die Studie das eigentliche Ziel hatte, bestimmte Wertepräferenzen in der Bevölkerung zu ermitteln, um klare Aussagen über neue politische Milieus weiterlesen…
Geschrieben in Privates, Unterhaltsames am 14. Oktober 2006 Kommentar »
Bekanntlich präsentiert sich Mode in einer nicht realen Glitzerwelt bestehend aus knochig dünnen Frauen in nicht tragbaren Klamotten, meist schwulen tuntigen Designern und einem am Laufsteg in der ersten Reihe sitzenden VIP-Klientel. Da dies speziell bei Frauen einen gewissen Reiz (welchen auch immer) auslöst, machte ich meiner Frau eine kleine Freude und buchte zwei Kinokarten für den Film “Der Teufel trägt Prada” am gestrigen Freitag.
Da sich die Modeszene meist als oberflächlich dekadent präsentiert war klar, dass ein in dieser Welt spielender Film nur begrenzte Erwartungen, besonders an den männlichen Zuschauer zulässt. So eingestellt “lümmelte” ich mich mit einer Tüte Popcorn ausgestattet in den Kinosessel und schaltete jegliche rudimentär vorhandene intellektuell tiefsinnige Anspruchshaltung aus, um sicherzustellen, den Kinosaal nicht bereits nach 10 Minuten verlassen weiterlesen…
Geschrieben in Lustiges, Mediales am 26. Juli 2006 0 Kommentare »
Viele von uns kennen die “unbezahlbar” Werbekampagne von Mastercard (Kreditkartenunternehmen). Darin werden, teils mit Alltagssatire gekoppelt, zwei Produkte mit einem Preis und eine sich anschließende sogenannte “unbezahlbar” Erkenntnis gezeigt. Diese wirklich schöne und lustige Kampagne wird natürlich auch von kreativen Leuten genutzt, um diese in abgewandelter privater Form zu präsentieren.
Auch wir haben vor kurzem per E-Mail eine solche Parodie, eines leider nicht bekannten Werbetexters, erhalten. Diese erscheint uns, gerade vor dem Hintergrund einer zunehmend kinderlosen Gesellschaft, besonders zur nachfolgenden weiterlesen…
Geschrieben in Politisches, Sportliches am 8. Juni 2006 Kommentar »
Die Sprache schlägt derzeit wieder Kapriolen. Individuen existieren sprachlich in diesen Zeiten nur noch in der vierten Person. Erst wurden wir Papst, dann waren wir Deutschland und jetzt werden wir auch noch Weltmeister. Man traut sich ja gar nicht zu fragen warum und worin denn überhaupt.
Denn wer heute dazugehören will, der wird gleich voll vereinnahmt. In sozialistischen Staaten kennt man diese Aufgabe des Individuums zugunsten des Kollektivs. Aber im Kapitalismus? Da ist das eigentlich neu. Natürlich lässt sich Nationalismus und Sozialismus auch verbinden und das ist ja auch schon in weiterlesen…