Da auch wir ab und an über das teils merkwürdige Leben und Treiben der prominenten Stars und Sternchen aus Hollywood und anderswo berichten, erregte ein kürzlich bei „Spiegel-Online“ erschienener Artikel unsere Aufmerksamkeit.
War doch dort zu lesen, dass einer der größten US-Blogs „PerezHilton.com“ wegen wiederholter Urheberrechtsverletzungen von fünf Paparazzi-Fotoagenturen auf Zahlung von insgesamt 7 Millionen Dollar Schadensersatz verklagt wird. Begründet wurde die Klage auf 99 Seiten vor dem Hintergrund, dass der Betreiber Mario Armando Lavandeira in den letzten Jahren zahlreiche Fotos von diversen Prominenten veröffentlicht haben soll, ohne die dafür erforderliche Lizenz oder Erlaubnis der jeweiligen Rechteinhaber zu besitzen.
Der Blog selbst wirbt mit dem Motto „Hollywood’s Most-Hated Web Site!“ und beschäftigt sich mit den täglichen großen und kleinen Fehltritten berühmter Persönlichkeiten aus der Film- und Musikbranche. Da Klatsch und Tratsch viele Menschen interessiert, werden die Webseiten nach Angaben des zuständigen Werbevermarkters mittlerweile 100 Millionen Mal monatlich aufgerufen, was den Blog zu einer echten Institution macht und auch die Brieftasche vom Mr. Lavandeira mit angeblich 800.000 Dollars im Jahr reichlich füllt. Und so wundert es nicht, dass mittlerweile auch viele Stars die Nähe zu dem meist mit bunter Haarpracht auftretenden Klatschblogger suchen. Ein paar belegte Schnappschüsse findet ihr hier und hier.
Die Klageschrift selbst scheint den Macher nur wenig zu beeindrucken, da wir auf der Webseite selbst keinen Beitrag dazu finden konnten. Vielmehr macht er im bekannt grotesken Stil weiter und illustriert seine Beiträge mit Fotos von Prominenten, welche er mit eigenen Kommentaren, Schlagwörtern und auch Koks-Linien verziert.
Wir werden abwarten müssen, wie sich dieser Rechtsstreit entwickelt. In Deutschland wäre es schlicht unmöglich sich über Jahre mit fremdem Bildmaterial eine derart einträgliche Existenz aufzubauen. Bei uns kassiert man schließlich schon bei einem kleinen Foto eine kostspielige Abmahnung, wie der aktuelle Fall der „Kochwerkstatt“ zeigt.
Euer hb-Team
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