Spreeblick und seine re:publica – Geld stinkt nicht
11. April 2007 von Strelon
Mit wie viel Stolz Johnny von „Spreeblick“ auf die von ihm mitinszenierte heute in Berlin beginnende „re:publica“ hinweist, zeigt sich in einem aktuellen Beitrag mit der einfältigen Überschrift „Banner“.
Da auf diesem Banner (Plakat) an der Fassade des Veranstaltungsortes „Kalkscheune“ neben dem „re:publica“-Logo lediglich die Sponsoren zu sehen sind, stellt sich für mich schon die Frage, was er eigentlich mit einem solchen „Posting“ bezwecken will. Soll sich jetzt ernsthaft jeder der durchschnittlich 7000 täglichen „Spreeblick“-Leser an dem beschriebenen Anblick erfreuen und im Anschluss die Produkte oder Dienstleistungen der gezeigten Firmen erwerben? Oder ist es vielleicht der 1001 gut gemeinte Hinweis die Veranstaltung mit ihren Vorträgen und Workshops zu besuchen, für die es sowieso keine Eintrittskarten mehr gibt? Denkbar, denn wer bekanntlich nicht wirbt, der stirbt. Allerdings stösst ein derart „ungewohnt“ kommerzielles Treiben bei „Spreeblick“ in ersten Leser-Kommentaren auf Unverständnis. Dieses dokumentiert sich in Begriffen wie „Schleichwerbung“ und „stinkende Hinterlassenschaft kommerzieller Unternehmen“. Ja ja, wie sagte schon Mahatma Ghandi: „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“
Bei der „re:publica“ handelt es sich im übrigen nach Angaben des Veranstalters um eine Konferenz die sich mit Themen wie „Web 2.0“, „Open Source“ und „Social Media“ beschäftigt. Darüber hinaus soll im Rahmen der Konferenz darüber diskutiert werden, ob und wie man als Blogger oder Podcaster seinen Lebensunterhalt verdienen kann.
Letzteres hat uns Johnny & Co. ja bereits gezeigt. Glückwunsch!
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