Afghanistan: Die Totenkopfverbände der Bundeswehr
28. Oktober 2006 von Strelon
Gut 61 Jahre nach Kriegsende steht der „deutsche Landser“ wieder im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Wird doch der Feldzug Einsatz in Afghanistan derzeit von Enthüllungen überschattet, welche an Scheußlichkeit nicht zu überbieten sind.
Wir alle kennen mittlerweile aus diversen „Wochenschauen“ die Fotos von Bundeswehrsoldaten, die sich und ihre Geländewagen mit Totenschädeln schmücken und dabei noch heroisch in die neuzeitliche Digitalkamera lächeln.
Besonders Fotos, auf denen ein stehender deutscher Soldat mit hochgekrempelten Ärmeln einen auf dem linken Oberarm liegenden Totenschädel küsst und ein anderer einen solchen als Kühlerfigur missbraucht, sind nicht nur unerträglich, sondern zeigen leider eindrucksvoll, wie man gegen alle Grundsätze von Moral und Anstand verstoßen kann.
Auch deshalb, da der Totenkopf in seiner symbolisch historischen Betrachtung sehr viel Leid und Schrecken hervorgebracht hat. Es sei daran erinnert, dass der Totenkopf diverse Uniformen der SS im Dritten Reich zierte. Die Hauptaufgabe dieser SS-Totenkopfverbände lag bekanntlich in der Bewachung und Verwaltung der Konzentrationslager. Daneben gab es auch die kämpfende „SS-Division Totenkopf“, welche bei verschiedenen Kriegseinsätzen maßgeblich an der Ermordung von Kriegsgefangenen und anderen Verbrechen beteiligt war. Alles Erkenntnisse, die neben der eigentlichen strafrelevanten Totenschändung eine entsprechende Aufarbeitung und Aufklärung in der „Truppe“ erfahren sollten.
Sind somit die abgebildeten Soldaten (Menschen) tatsächlich nur fehlgeleitete Einzelfälle, wie hochrangige Kreise der Bundeswehr und Politiker immer wieder betonen? Oder verkörpern sie eben doch den Teil unserer Gesellschaft, welcher aus unserer Geschichte nichts gelernt hat, bzw. nichts lernen wollte? Alles Fragen, deren Beantwortung zügig erfolgen muss. Schon deshalb, um alle Soldaten die vorbildlich ihren Dienst in den Krisenregionen (Balkan, Somalia, Libanon usw.) leisten nachhaltig zu schützen. Schließlich muss begründet damit gerechnet werden, dass die Veröffentlichungen eine Lawine von Hass und Gewalt in der islamischen Welt nach sich ziehen und die Einsätze in Zukunft um einiges gefährlicher werden. Aber auch hier in Deutschland kann es nichts schaden, wenn das Verhältnis und die Vorstellungen der Deutschen zu ihrer Armee in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion rücken.
Sollte die Politik und wir Bürger dazu nicht in der Lage sein, die entsprechenden Antworten und Erklärungen zu geben, wäre wenigstens die ehrliche Feststellung angebracht, dass 61 Jahre in Summe nicht ausreichen, um deutsche Truppen in ein fremdes Land zu schicken.
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Hm, ich finde, das hat nicht im Geringsten irgendetwas mit der deutschen Geschichte zu tun. Von daher muss da meiner Meinung nach auch nix aufgeklärt werden, was der Totenkopf sonst noch für symbolischen Hintergrund hat.
Allerdings muss die Sache natürlich ernst genommen werden. Die Totenschänder müssen zur Rechenschaft gezogen werden und es muss vermehrt für die Sicherheit der “guten” Soldaten gesorgt werden.
Meiner Meinung nach sollte die Diskussion außerdem viel mehr in die Richtung gehen, was die Ursachen für derartiges Verhalten sind. Und es sollte die Frage besprochen werden, ob bei derartigen Einsätzen für genügend Betreuung und Ausgleich der Soldaten gesorgt wird. So ein Verhalten ist offensichtlich eine – sei es noch so kranke – Art des Abbaus seelischen Drucks. Dieser sollte allerdings auch auf legale Weise abzubauen sein, wenn es dafür die richtigen Voraussetzungen gibt, was offensichtlich nicht der Fall ist.
da gebe ich ihnen vollkommen recht, sonja. ich kann aus eigener erfahrung behaupten, dass “beim bund” einige “krankhaft” ausgeprägte individuen ihr unwesen treiben. da werden seltsame wesenszüge aufs derbste ausgelebt. über viele “zwischenfälle” ist ja medienweit ausreichend berichtet worden.
Hier wird ein Thema hochgespielt was die Aufregung nicht wirklich wert ist…
Es ist pietätlos, die “Täter” gehören bestraft, ohne Frage. Aber dann gleich wieder Zusammenhänge zum dritten Reich zu suchen ist meiner Meinung stark übertrieben.
Ich vermute, das wenn jemand anderes als die BILD diese Fotos veröffentlicht hätte das ganze nicht so heiß gekocht werden würde. Denn andere Zeitungen wären besser an das Thema heran getreten…
Just my 2 cents…
[...] Eines sei vorab gesagt: Die Bilder von deutschen Bundeswehrsoldaten, die diese während ihres Einsatzes in Afghanistan gemacht haben und sie mit den Köpfen und den Knochen verstorbener Menschen zeigen, sollen in keiner Weise schön geredet werden. Es ist und bleibt abscheulich und es ist richtig, dass Konsequenzen gezogen werden. Es bleibt auch die Hoffnung, dass sich so ein unsensibeler Umgang mit Menschen, mit Menschenwürde und mit Menschenrechten nicht wiederholen mag. Leider kann ich an diese Hoffnung selbst nicht glauben. Und wer sich jetzt in diversen Medien hinstellt, sich empört gibt und erschüttert zeigt, um zugleich in der Regierung nach Konsequenzen zu fordern, der mag sich bitte mal in einen 20-jährigen Obergefreiten hineinversetzen und sich dann noch einmal besinnen. Die Taten, die in Afghanistan und nun wohl auch im Kosovo begangen worden sind, sind doch vielmehr ein Ventil. Ein makabres sicherlich, aber vielleicht doch nicht mehr als die Suche mit dem immensen Druck eines Auslandseinsatzes der Bundeswehr zurechtzukommen. Denn die deutschen Soldaten sind nun mal nicht als Helfer auf irgendwelchen Volksfesten eingesetzt. Sie befinden sich im Krieg! Kein Krieg mit Fronten aber doch ein Krieg mit einer feindlichen Bevölkerung, mit der ständigen Ungewissheit, mit der ständigen Gefahr und mit allen Entbehrungen, dass ein Leben im Feld trotz Sat-TV, Krafträumen und Sportplätzen mit sich bringt. Schon in der Grundausbildung oder bei mehrwöchigen Übungen ist diese eigenartige Dynamik zu spüren, die sich unter jungen Männern in einer Gruppe entwickelt. Makabre Scherze, Worte und Taten deutlich unterhalb der Gürtellinie gehören hier zum Ton und sind im Endeffekt doch nichts anderes als der Versuch, in der Gruppe dazuzugehören und die Entbehrungen der Situation zu verkraften. Nich weniger. Aber auch nicht mehr, wie es zum Beispiel die Kollegen vom heuteblog vermuten. Und daher möchten wir quittieren: [...]
Zwar bin ich kein zwanzigjähriger Obergefreiter, aber immerhin ein zweiundzwanzigjähriger Hauptgefreiter. Als solcher habe ich auch schon an Auslandseinsätzen teilgenommen. Meiner Meinung liegt es weniger an Umfeld und Spannung im Einsatzland, (Dies kann ein Faktor sein ganz ohne Frage) als an den Leuten. Diese Männer hätten sicherlich genauso gehandelt wenn es sich um ein Massengrab auf einem Truppenübungsplatz in Deutschland gehandelt hätte. (Rein von der geistigen Haltung her, da sie hier natürlich sofort strafrechtliche Folgen befürchtet hätten) Was ich sagen will: Ich glaube nicht das die Kameraden die Tat begannen haben weil sie irgend ein Ventil brauchten. Sondern weil ihnen einfach die geistige Reife fehlte. Kurz und knapp für mich sind es einfach nur Idioten gewesen.
Wie wichtig ich diese Angelegenheit im Verhältnis zu den Problemen finde, mit der die Bundeswehr dort zu kämpfen hat, drückt diese Karikatur gut aus: http://www.kunstsam.de/bundeswehr_totenkopf_karikatur.html
Keine Frage die Soldaten haben eine Strafe verdient, für so eine Scheiße von Schwachköpfen… und dann kommen die Bilder noch an die Presse!!!! Und diese hat keine bessere Schlagzeile als diesen Scheiß!!! Die ganze Welt soll es erfahren da haben Deutsche Landser wieder was böses gemacht…… oh je das erinnert mich gleich an Adolf und seine SS-Totenkopfbande. Jetzt geht das wieder los!!!
Berufssoldaten müssen dahin (Profis) und nicht solche Deppen!!
Dann sollte man dies so hoffe ich zu 99% ausschließen!
Ich bin gespannt wenn der erste deutsche Soldat im Auslandeinsatz jemand aus Panik, Furcht, Angst, oder aus Selbstverteidigung erschießt!!!! Dann wird das arme Schwein egal ob schuldig, oder nicht schuldig, oder zu Recht oder zu Unrecht doch von der Presse zum Mörder gemacht und zerlegt. Dann wollen die Deutschen bestimmt einen Krieg anfangen…. und in England steht dann in der Presse Deutschland befindet sich im Krieg!!! Und dabei passen wir doch nur auf irgend welche Scheiße auf…..oder sichern irgend etwas. Jetzt bezahlt Deutschland noch dafür das unsere Landser nicht ihren Arsch hinhalten müssen, aber wartet ab irgendwann wird gefordert das auch Deutschland seine Freiheit!!! mit Blut bezahlen muß!!! es kommt…… und dann kann die Presse/Fernsehn jeden Tag über Deutsche Greultaten berichten!!!